Tauben raus aus der Stadt Leisten Sie einen Beitrag zum aktiven Tierschutz Eine Information des Stadttaubenprojekts Rhein-Neckar e.V. Kontrolliertes Füttern ist die dem Tierschutzgedanken entsprechendste Möglichkeit, den Taubenbestand auf ein verträgliches Maß einzustellen. Deshalb plant das Stadttaubenprojekt Rhein-Neckar e.V.,nach dem Vorbild des Augsburger Modells, betreute Taubenschläge zu errichten, artgerechtes Futter anzubieten und mittels Eiaustausch die Population zu kontrollieren. Taubenfreunde füttern die gefiederten Mitbewohner an vielen Orten in der Stadt. Auch achtlos auf den Boden geworfene Essensreste tragen dazu bei, das Elend der Stadttauben zu vergrößern. Ein kontrolliertes und artgerechtes Füttern (unabhängig noch nicht bestehender Taubenhäuser) soll lediglich durch Mitglieder des Vereins gestattet werden. Gleichzeitig können somit beim kontrollierten Füttern mögliche Erkrankungen und Verletzungen einzelner Tiere erkannt und rechtzeitig behandelt werden. Verhungern die Tauben hierdurch nicht? Die Befürchtung, die Stadttauben würden in Massen verhungern, wenn die willkürliche Fütterung eingestellt wird, ist nicht gerechtfertigt. Im Gegenteil: die tägliche kontrolliere Fütterung der Tauben durch das Stadttaubenprojekt Rhein-Neckar e.V., an ausgewählten Orten und möglichen Plätzen künftiger Taubenschläge, hält die Tauben größtenteils von den Fußgängerzonen und gängigen Bettelplätzen fern. Unter welchen Bedingungen müssen viele dieser Tiere aufwachsen? Aufgespieste Stadttauben-Nestlinge Die Ernährung ist einseitig, nicht tiergerecht und macht die Tauben anfällig für Krankheiten und Parasiten. Vom willkürlichen Füttern profitieren vor allem die starken Männchen. Viele Jungtiere werden verscheucht und bleiben untergewichtig. Das angezüchtete Brutverhalten führt dazu, dass die Stadttauben bis zu siebenmal im Jahr unabhängig des Nahrungsangebots brüten. Das falsche Nahrungsangebot (Brot, Kuchen, Pommes-Reste, etc.) führt zu dem sogenannten flüssigen Hungerkot. Taubenjunge wachsen in ungeeigneten Nistplätzen auf, die stark verschmutzt und mit Parasiten verseucht sind. Wo sich zu viele Tiere auf engstem Raum in den Brutplätzen zusammendrängen, entstehen Stress, Krankheiten und Parasiten, von denen vor allem die hilflosen Nestlinge betroffen sind. Mehr als die Hälfte aller Taubenjungen stirbt noch im Nest auf elende Art. Gute Brutplätze aber fehlen, so dass häufig auf nicht artgerechte Nistplätze ausgewichen wird. Ziel des Stadttaubenprojekt Rhein-Neckar e.V.: In einem betreuten Taubenschlag nach dem Vorbild des Augsburger Modells werden artgerechtes Futter, Nistplätze und medizinische Versorgung angeboten. Ein Großteil der Gelege wird durch Gipseier ausgetauscht, sodass die Population kontrolliert und nachhaltig schrumpfen kann. Wenige Nestlinge können in den Schlägen unter normalen Bedingungen aufwachsen. Teure Vergrämungsmaßnahmen, die die Tiere erfahrungsgemäß nicht abschrecken zwischen Spikes dennoch brüten und sich dadurch verletzen, sind langfristig hinfällig, da beim Eisaustausch Jungtiere erst gar nicht schlüpfen. Auf diese Weise kann sich langfristig eine kleinere, aber gesunde Taubenpopulation entwickeln. Wissenschaftlich ist nachgewiesen, dass der Taubenkot keine Zerstörung von Gebäudefassaden verursacht, hier sind Umwelteinflüsse folgenschwerer. Der Taubenkot ist jedoch durchaus ein ästhetisches Problem. Durch nicht artgerechtes Futter entsteht der sogenannte flüssige Hungerkot. In einem betreuten Taubenschlag verbringt die Taube ca. 80% des Tages, sodass auch der Großteil der Ausscheidungen dort verbleibt und entsorgt werden kann. Ebenfalls wissenschaftlich nachgewiesen wurde, dass von Tauben, wie von allen anderen Tieren auch, keine erhöhte Gefährdung der Gesundheit ausgeht. Aufgrund der Erkenntnisse über Biologie und Verhalten der Stadttauben gilt die Reduzierung des nicht artgerechten Futterangebotes, sowie die Errichtung von betreuten Taubenschlägen, mit Populationskontrolle nach dem Augsburger Modell, unter Fachleuten als einzig Erfolg versprechende Maßnahme zur Reduzierung von Stadttaubenbeständen. Helfen Sie mit, das Elend der Stadttauben zu verringern und unterstützen Sie das Stadttaubenprojekt bei der Errichtung von Taubenschlägen! Vermeiden Sie daher jegliche nicht artgerechte Fütterung und klären Sie auch Ihre Nachbarn auf. Tierschützerinnen und Tierschützer können in Gärten oder an geeigneten Standorten durch Einsaat mit grobsämigen Kräutern, wie zum Beispiel Ackerhellerkraut, Hirtentäschel und Wegwarte natürliche Futterquellen schaffen. Schauen Sie nicht weg und melden Sie, wenn Sie verletzte oder kranke Tiere sehen.
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